„Wissenschaft fördern für die Arbeitsplätze von morgen"

Wer will, dass es so bleibt, wie es ist, muss wahnsinnig viel ändern. Das ist nicht nur ein Sager, sondern das ist eine fundamentale Wahrheit! Wenn wir den heutigen Lebensstandard, die heutige Lebensqualität, erhalten wollen, dann müssen wir sehr, sehr viel arbeiten. Wir müssen beispielweise unsere Wirtschaft absichern. Und das funktioniert heute über Wissenschaft, Forschung und Bildung. Das heißt, wir werden sehr viel Geld in Bildung zu stecken haben, um unsere jungen Menschen optimal auszubilden. Die Konkurrenz schläft ja nicht. Wir werden zum anderen im Bereich Wissenschaft, Forschung, Technologie, Innovation eine ganze Menge an Investitionen leisten müssen. Weil nur dort schaffen wir die Arbeitsplätze von morgen. Das ist sicher auch unser Schwerpunkt der nächsten Jahre. Und das ist meine Vision eines künftigen lebenswerten Wiens - mit enormen Investitionen in Wissenschaft, Forschung, Bildung und Kultur. Denn davon werden unsere Kinder leben.

Ich brauche mir nur die Statistik unserer Sozialhilfe anschauen. Denn die Dauersozialhilfebezieher machen einen gewissen Sockel aus, das sind etwa 20 Prozent der gesamten Sozialhilfebezieher. Fast zwei Drittel davon sind „working poor". Also das sind Leute, die von uns eine Sozialhilfe als finanzielle Ergänzungsmaßnahme kriegen, weil sie mit ihrem Gehalt nicht auf das Mindesteinkommen kommen. Das sind beispielsweise alleinerziehende Frauen, die als Regaleinschlichter in Großhandelsketten arbeiten. Die verfügen über ein Einkommen, das nicht die Höhe der bedarfsorientierten Mindestsicherung erreicht. Und daher bekommen sie von der Stadt einen entsprechenden Ausgleich. Vielleicht sollte die ÖVP als Wirtschaftspartei einmal darauf schauen, dass nicht so viele Schandlöhne bezahlt werden und die Arbeitskräfte im wahrsten Sinne des Wortes ausgebeutet werden. Dann müssten wir weniger für Sozialhilfe ausgeben, und wir ersparen uns die ganzen Neiddebatten. Wir sind in dem Fall wirklich der Arzt am Krankenbett des Kapitalismus.